FAQ
1. Sind alle Schlafsäcke miteinander koppelbar? Das hängt von der Art des Reißverschlusses ab. Man kann nur Reissverschlüsse der gleichen Baureihen miteinander koppeln. Das heisst, Schlafsack A mit Reißverschluss YKK No. 5 ist nur dann mit Schlafsack B koppelbar, wenn dieser ebenfalls über einen Reissverschluss YKK No. 5 verfügt. Wenn man bereits einen Schlafsack besitzt, nimmt man diesen am besten ins Fachgeschäft mit und probiert dort, ihn mit dem ...
1. Sind alle Schlafsäcke miteinander koppelbar?
Das hängt von der Art des Reißverschlusses ab. Man kann nur Reissverschlüsse der gleichen Baureihen miteinander koppeln. Das heisst, Schlafsack A mit Reißverschluss YKK No. 5 ist nur dann mit Schlafsack B koppelbar, wenn dieser ebenfalls über einen Reissverschluss YKK No. 5 verfügt. Wenn man bereits einen Schlafsack besitzt, nimmt man diesen am besten ins Fachgeschäft mit und probiert dort, ihn mit dem gewünschten neuen Schlafsack zu koppeln.
2. Ist mein Schlafsack mit 10 Jahren zu alt?
Die Wärmeleistung nimmt mit zunehmendem Alter ab. Das ständige ein- und auspacken auf der Tour und die Lagerung im Keller - schlimmstenfalls zusammengepresst im Packsack – reduzieren die Isolationsfähigkeit der Füllung. Deshalb gilt es, den Schlafsack zu Hause zu testen, bevor man auf eine längere Tour geht, auf der die zu erwartenden Nachttemperaturen nahe der deklarierten tiefsten Temperatur des Schlafsacks liegen. Bei sorgsamem Gebrauch und Lagerung sowie möglichst seltenem Waschen isoliert der Schlafsack auch noch nach Jahren gut.
3. Kann ich die Wärmeleistung meines Schlafsacks verbessern?
Ja, durch die Benutzung von dünnen Innenschlafsäcken aus Seide, Baumwolle oder dünnem Fleece, kann die Wärmeleistung um maximal 5° Celsius erhöht werden. Die Innenschlafsäcke haben zusätzlich den Vorteil, dass der Schlafsack nicht verschmutzt und deshalb auch fast nie gewaschen werden muss. Dies schont die Isolationsfüllung und sorgt für eine längere Lebensdauer des Schlafsacks.
4. Welche Bekleidung trage ich im Schlafsack?
Im Sommer so wenig wie nötig ist, um komfortabel schlafen zu können. Dabei aber aus Hygienegründen immer einen dünnen Innenschlafsack benutzen. Im Herbst oder Winter empfiehlt sich das Tragen von Funktionsunterwäsche (Hose, Langarmshirt, Socken und eventuell dünne Handschuhe). Wer mit Kleidung in den Schlafsack schlüpfen will, sollte darauf achten, dass diese weit und bequem geschnitten ist, damit das Blut frei zirkulieren kann. Wer beim Aufstehen am Morgen warme Kleidung haben möchte, steckt diese am Besten in das Fußteil des Schlafsackes oder bedeckt seinen Körper lose damit.
5. Wie schlafe ich im Schlafsack bei extrem kalten Temperaturen?
Tasten Sie sich an die Grenztemperaturen heran, starten Sie bei –5°, dann bei –15°, weiter bis zu –25° etc.. Unter –25° schläft man am Besten in Funktionsunterwäsche, Socken und Handschuhen und in einem extrem gut isolierenden Schlafsack. Die Kleidung, welche man nach dem Aufstehen anziehen möchte, wird ebenfalls in den Schlafsack gesteckt, ebenso die Innenschuhe der Stiefel oder Skitourenschuhe. Es gibt nichts unangenehmeres als morgens in gefrorene Schuhe zu steigen!
Um die Füllung trocken zu halten und den Flüssigkeitsverlust durch die Kälte zu limitieren, benutzt man eine VBL (Vapour Barrier Liner). Das ist eine Plastiktüte in Mumienform, die wie ein Innenschlafsack im Schlafsack benutzt wird. Diese wird am Hals zugezogen. Innerhalb des Liners sammelt sich die Feuchtigkeit des Körpers. Sobald 100% Luftfeuchtigkeit im Innern erreicht sind, sondert der Körper nur noch sehr wenig Feuchtigkeit ab, und der Schlafsack bleibt trocken. Unbedingt Beachten: Funktionsunterwäsche tragen, denn die feuchte Baumwollbekleidung kann ernste Gesundheitsschäden zur Folge haben! Die komplett feuchte Wäsche trocknet am nächsten Morgen unter den übergezogenen warmen Schichten. Harte Bedingungen erfordern harte Maßnahmen!!
6. Welche Schlafsackunterlage benutze ich für welche Bedingungen?
Camping: am bequemsten sind große, aufgeblasene Betten mit Nylonbezug, die sehr weich und bequem, aber auch groß und sperrig sind.
Trekking: Sehr angenehm sind selbstaufblasende Matten in verschiedenen Dicken, man wählt je nach Komfort – oder Gewichtsanspruch. Eine Matte ab 3,8 cm Dicke halten Sie bis ca. –20° warm.
Leicht und günstig sind Schaummatten, die den Vorteil haben, dass sie auch im gerissenen Zustand isolieren.
Winter: Bei Temperaturen unter 0° Celsius blasen sich die Matten nicht mehr selber auf, man muss nachblasen. Die Feuchtigkeit der Atemluft kondensiert in der Matte und gefriert. Beim Liegen können die Eiskristalle die Schaumstruktur der Matte zerstören.
Wer bei Temperaturen unter –20° Celsius ein Loch in der Matte hat, kann dieses nicht reparieren, weil der Kleber des Reparatursets nicht mehr haftet. Das kann in Extremsituationen lebensgefährlich sein. Deshalb zwei ca. 12 mm dicke Schaummatten nehmen. Eine davon kann in Mumienform in den Schlafsack gelegt werden (zuschneiden!), die zweite liegt unter dem Schlafsack.
7. Was bedeuten die vier Temperaturangaben?
Von links nach rechts:
Die hohe positive Temperatur gibt an, bei welcher Temperatur eine Standardfrau (60 kg schwer) im geschlossenen Schlafsack gerade noch nicht schwitzt.
Die linke mittlere Temperatur gibt an, bei welcher Temperatur eine Standardfrau (60 kg) komfortabel schlafen kann.
Die rechte mittlere Temperatur gibt an, bei welcher Temperatur ein Standardmann (80 kg) komfortabel schlafen kann.
Die rechte Temperatur gibt an, bei welcher Temperatur ein Standardmann (80 kg) die Nacht ohne bleibende körperliche Schäden überstehen kann, an Schlaf ist dabei aber nicht zu denken!
8. Ist mein Schlafsack immer gleich warm?
Die Wärme erzeugt der menschliche Körper, nicht der Schlafsack. Je nachdem, ob man trainiert oder untrainiert, satt oder hungrig, gesund oder krank ist, ist auch das Leistungsvermögen des menschlichen Körpers größer oder kleiner. Das Kälteempfinden in ein und demselben Schlafsack ändert sich entsprechend.
9. Welches sind die Empfehlungen für feuchte Regionen?
Grundsätzlich empfehlen wir Kunstfaserschlafsäcke. Die Füllung ist unempfindlicher und wärmt auch noch einigermaßen im feuchten Zustand.
10. Welches sind die Empfehlungen für kalte Regionen?
Wir empfehlen Daune (in Verbindung mit einem VBL – siehe „Wie schlafe ich im Schlafsack bei extrem kalten Temperaturen?“) Das Packmaß und das Gewicht ist bei sehr warmen Schlafsäcken geringer als bei Kunstfaser-Schlafsäcken. Achten Sie unbedingt darauf, dass der Schlafsack über eine wasserabweisende und atmungsaktive Hülle verfügt.
11. Wie lagere ich meinen Schlafsack?
Auf der Tour steckt man den Schlafsack in den Packsack oder noch besser direkt in den Rucksack. Das verhindert „Luftlöcher“ im Rucksack und der Schlafsack kann sich in die Leerräume ausbreiten. Zu Hause bewahrt man den Schlafsack an einem dunklen, trockenen Ort auf. Am besten hängt man ihn lose auf oder steckt ihn in einen großen Netzbeutel (Zubehör) oder alte Bettbezüge.
12. Kann ich meinen Schlafsack waschen?