02.09.11

Auf dem Gipfel des Matterhorns

Ein Traum wird wahr

Marianne Aegerter, SALEWA Retail Area & Merchandising Manager, berichtet über ihre Tour auf das Matterhorn:

„Schon als kleines Mädchen habe ich immer gesagt, dass ich einmal auf diesen gigantischen Berg hoch klettern will. Ich musste fast 39 Jahre warten, bis ich mir diesen Traum erfüllen konnte. Da im Juli das Wetter oft schlecht war und in der Höhe viel Schnee lag, bekam ich langsam Zweifel, ob es mit der Besteigung noch klappen wird diesen Sommer. Doch wie heisst es so schön: Abwarten und Tee trinken. Mit meinem Bergführer Peter Schmid aus Adelboden hatte ich zwei Daten fixiert und prompt klappte es beim ersten Versuch.

Wir reisten am 11. August nach Zermatt, fuhren mit der Bahn zum Schwarzsee hoch und stiegen von dort aus zur Hörnlihütte auf. Das Wetter war traumhaft schön, keine Wolken am Himmel und das Horu zeigte sich von seiner besten Seite. In der Hütte angekommen, checkten wir ein und machten uns danach auf zum Einstieg, um uns die ersten Kletterpartien anzuschauen. Weil man früh morgens in der Dunkelheit startet, wollten wir bei Tageslicht sehen, was uns erwartet. Der Abend in der Hütte war gemütlich; die Nacht weniger, denn die Nervosität schlich sich ein. Und ausserdem wurde in allen Tonlagen geschnarcht.

Um 3.30 Uhr gab es Tagwache und danach ging alles blitzschnell. Die Zermatter Bergführer dürfen jeweils als erste starten. Nichtsdestotrotz haben wir uns einen guten Platz ergattert und konnten die weniger guten Berggänger hinter uns lassen. Die erste Stunde war sehr hektisch, aber allmählich fanden wir einen guten Rhythmus. Kurz vor neun Uhr standen wir auf dem Gipfel. Was ich in diesem Moment fühlte, kann ich kaum in Worte fassen. Es war einfach wunderschön. Aber die Tour ist erst fertig, wenn man wieder unversehrt unten angekommen ist. Dies gelang uns auch gut und wir erreichten um 13.00 Uhr wieder die Hörnlihütte. Die Verhältnisse, unsere Seilschaft und das Wetter waren perfekt. Wir kamen gut heim und erst Stunden später habe ich das Ganze richtig realisiert und die Freude war umso grösser.“
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