
17.09.10
SAC bildet Profibergsteiger aus
Roger Schäli einmal als Lehrer unterwegs
VALLE DELL’ORCO
8. SEPTEMBER 2010, DAVID HEFTI
Rissklettern, Bigwallklettern – Spielarten des Bergsports die ihren Ursprung in den Vereinigten Staaten haben. El Cap, Nose, Indian Creek, Separate Reality – das alles sind Begriffe, welche vielen Alpinisten und auch Nicht-Alpinisten bestens bekannt sind. Doch warum sollen wir so weit reisen? Das alles gibt es, jedoch nur in kleinerem Stil, auch bei uns in Europa. So begeben wir uns für unsere erste Ausbildungswoche ins abgelegene Valle dell’Orco. Die Erstbegeher hinterliessen hier fantastische Granitklettereien. Bohrhaken wurden ausschliesslich an Standplätzen verwendet.
In kurzer Zeit nach der Ankunft am Samstagabend steht schon ein kleines Zeltdorf. Nach einem ausgiebigen Abendessen geben die Bergführer die Informationen für die bevorstehende Woche bekannt, doch schon bald versuchen sich einige von uns an dem Boulderproblem vor dem Campingplatz. Man kommt zum Schluss, dass das Rissklettern noch ein bisschen geübt werden muss.
Der Sonntag beginnt mit einer Bastelstunde. Wir trauern um unsere letzten Haare auf dem Handrücken während wir mit Tape unsere Tapehandschuhe zusammenkleben. Doch danach wird pausenlos geklettert. Wo möglich üben wir das Ausräumen der Sicherungen beimNachjümaren. Das Highlight an diesem Tag bietet der leicht überhängende Riss „Cannabis“, welcher auch Gesprächsstoff für den bevorstehenden Abend liefert.
Neuer Tag, neue Disziplin. Mit viel Material im Rucksack marschieren wir los und landen in einem Techno-Klettergarten. Wir üben in homogener Umgebung das Artifklettern. Einen Tag lang schlagen wir Normalhaken, setzen Tricams, Aliens, Microkeile, Cliffs, Peckers, Rurps und Copperheads.
Auch am Dienstag soll das Wetter noch mitspielen. Wir widmen uns wieder dem Rissklettern, ziehen jedoch zusätzlich noch einen Haulbag nach. Nach schönen Handrissen folgt zur Abwechslung mal eine Platte, in der zweitletzten Länge wartet ein interessanter Körperriss auf uns.
Den letzten richtig schönen Tag wollen wir noch ausnutzen. Ausgesucht haben wir eine Route die Technische Kletterei mit Freikletterei kombiniert. Dank den Seilschaften, welche am Vortag Fixseile hinterliessen, können wir uns in der ganzen Route verteilen. Die ersten Längen jümaren wir hinauf um zuerst die oberen Längen zu klettern. Auf dem Abstieg werden wir vom Regen eingeholt, so bevorzugen wir den Weg durch den Autotunnel.
Trotz trübem Wetter suchen wir auch am Donnerstag ein Klettergebiet auf. Wir bleiben heute bei den Einseillängenrouten. Nach wenigen Routen beginnt es leider schon zu regnen. Gestärkt mit einem feinen Gelati wird am Abend das Boulderproblem am Camping gelöst.
Unser letzter Klettertag steht bevor. Heute klettern wir alle zusammen. Kaum am Einstieg angekommen, besuchen uns die nächsten Schauer. Doch klettern kann man auch im Regen! Mit fortschreitender Zeit können wir auch einige blaue Störungen am Himmel ausmachen. Der Nachmittag wird nochmals richtig schön warm.
Eine tolle Woche ist zu Ende! Super Stimmung, keine Konkurrenzspielchen, kein Wettkampf-Feeling. Trotzdem schrumpft unsere Truppe nun zum letzten Mal.
Nach dieser Woche kann ich nicht nur neue Erkenntnisse im Rissklettern und erste Erfahrungen im Artifklettern nach Hause nehmen, sondern auch gute Freundschaften!
8. SEPTEMBER 2010, DAVID HEFTI
Rissklettern, Bigwallklettern – Spielarten des Bergsports die ihren Ursprung in den Vereinigten Staaten haben. El Cap, Nose, Indian Creek, Separate Reality – das alles sind Begriffe, welche vielen Alpinisten und auch Nicht-Alpinisten bestens bekannt sind. Doch warum sollen wir so weit reisen? Das alles gibt es, jedoch nur in kleinerem Stil, auch bei uns in Europa. So begeben wir uns für unsere erste Ausbildungswoche ins abgelegene Valle dell’Orco. Die Erstbegeher hinterliessen hier fantastische Granitklettereien. Bohrhaken wurden ausschliesslich an Standplätzen verwendet.
In kurzer Zeit nach der Ankunft am Samstagabend steht schon ein kleines Zeltdorf. Nach einem ausgiebigen Abendessen geben die Bergführer die Informationen für die bevorstehende Woche bekannt, doch schon bald versuchen sich einige von uns an dem Boulderproblem vor dem Campingplatz. Man kommt zum Schluss, dass das Rissklettern noch ein bisschen geübt werden muss.
Der Sonntag beginnt mit einer Bastelstunde. Wir trauern um unsere letzten Haare auf dem Handrücken während wir mit Tape unsere Tapehandschuhe zusammenkleben. Doch danach wird pausenlos geklettert. Wo möglich üben wir das Ausräumen der Sicherungen beimNachjümaren. Das Highlight an diesem Tag bietet der leicht überhängende Riss „Cannabis“, welcher auch Gesprächsstoff für den bevorstehenden Abend liefert.
Neuer Tag, neue Disziplin. Mit viel Material im Rucksack marschieren wir los und landen in einem Techno-Klettergarten. Wir üben in homogener Umgebung das Artifklettern. Einen Tag lang schlagen wir Normalhaken, setzen Tricams, Aliens, Microkeile, Cliffs, Peckers, Rurps und Copperheads.
Auch am Dienstag soll das Wetter noch mitspielen. Wir widmen uns wieder dem Rissklettern, ziehen jedoch zusätzlich noch einen Haulbag nach. Nach schönen Handrissen folgt zur Abwechslung mal eine Platte, in der zweitletzten Länge wartet ein interessanter Körperriss auf uns.
Den letzten richtig schönen Tag wollen wir noch ausnutzen. Ausgesucht haben wir eine Route die Technische Kletterei mit Freikletterei kombiniert. Dank den Seilschaften, welche am Vortag Fixseile hinterliessen, können wir uns in der ganzen Route verteilen. Die ersten Längen jümaren wir hinauf um zuerst die oberen Längen zu klettern. Auf dem Abstieg werden wir vom Regen eingeholt, so bevorzugen wir den Weg durch den Autotunnel.
Trotz trübem Wetter suchen wir auch am Donnerstag ein Klettergebiet auf. Wir bleiben heute bei den Einseillängenrouten. Nach wenigen Routen beginnt es leider schon zu regnen. Gestärkt mit einem feinen Gelati wird am Abend das Boulderproblem am Camping gelöst.
Unser letzter Klettertag steht bevor. Heute klettern wir alle zusammen. Kaum am Einstieg angekommen, besuchen uns die nächsten Schauer. Doch klettern kann man auch im Regen! Mit fortschreitender Zeit können wir auch einige blaue Störungen am Himmel ausmachen. Der Nachmittag wird nochmals richtig schön warm.
Eine tolle Woche ist zu Ende! Super Stimmung, keine Konkurrenzspielchen, kein Wettkampf-Feeling. Trotzdem schrumpft unsere Truppe nun zum letzten Mal.
Nach dieser Woche kann ich nicht nur neue Erkenntnisse im Rissklettern und erste Erfahrungen im Artifklettern nach Hause nehmen, sondern auch gute Freundschaften!